Im Gespräch mit Claudia Lang
Im Gespräch mit Claudia Lang
Autorin von:
MARS-Kompetenz, VENUS-Kompetenz und LIEBE, SEX & SCHULD uva.
Was genau machst Du in Deiner Arbeit ?
C: Mein Job ist das Leben. Ich arbeite mit und für Menschen an ihren psycho-seelischem Wohlergehen, an ihrer erfolgreichen Lebensgestaltung und das in sprichwörtlich allen Lebensbereichen. Also Themen mit: Herkunftsfamilie, Paarbeziehung, Beruf & Erfolgsherstellung, Elternschaft und Kindererziehung, Bewältigung von Lebens- und Sinnkrisen, Verarbeitung von Schicksalsschlägen, Authentizitäts-Training, Selbstliebe-Steigerung, Persönlichkeitsbildung, Sozialkompetenz-Aufbau, Herstellung von gesundem Selbstbewusstsein und echtem Selbstwert, psychosomatischen Beschwerden bis hin zu physischer Symptombeseitigung, Trauerbewältigung und vielem mehr. Eben alles was die menschliche Seele so zwicken und herausfordern kann...
Wie gehst Du dabei vor?
C: Als langediente Vollblut-Systemikerin nutze ich das Instrument der Aufstellungsarbeit
wann immer möglich und für meine Klienten sinnvoll. Auch meine eigene Psychohygiene betreibe und pflege ich mit diesem Zugang, weil es für mich mit Abstand das effizienteste und tiefgreifendste Werkzeug ist, das ich auf meinem fachlichen Bildungsweg kennen gelernt habe. Meine anderen Qualifikationen ergänzen dieses Fachgebiet hervorragend.
Als Wirtschafts-Coach beispielsweise, verfüge ich über eine Menge kreativer Ansätze und Methoden die zur Lösungsgewinnung maßgeblich beitragen. Aber vor allem lebt mein fachlicher Erfolg davon, dass ich mir die Freiheit nehme für meine Klienten und Lehrgangs- sowie Seminar-TeilnehmerInnen ganz individuell aus dem Vollen zu schöpfen.
Kurz gesagt: Ich setze jeweils das ein, was gerade für die Lösung, Erleichterung oder sogar seelische Heilung meiner Kunden Sinn macht. Das wären dann Einzelsitzungen, spezifische Seminare, den Lebens-Lehrgang, die Selbstliebe-Gruppe, oder das FamilienStellen bzw. die Aufstellungsarbeit generell.
Wenn man Deinen Ausbildungsweg ansieht, dann kam da einiges zusammen. Böse Zungen könnten behaupten, wer soviel gemacht hat, kann alles ein bisschen, aber nichts wirklich gut...!?
C: Böse Zungen haben mich noch nie interessiert. Was ich gelernt habe, das kann ich alles richtig gut, denn ich habe es freiwillig und gerne erlernt – und selbstverständlich solange vertiefend trainiert, bis das für mich erforderliche Qualitätsniveau erreicht war. Und mein Qualitätsanspruch an mich selbst ist sehr hoch, weil mir von Anfang an klar war, dass ich mit dem seelischen Wohlergehen von Menschen arbeite. Ich selbst wünsche mir ja auch nur den oder die Beste, wenn es um meine Seele oder meine Psyche bzw. mein Herz geht! Über die Jahrzehnte der Praxis wird aus „sehr gut“ automatisch „souverän“, und alles bekommt eine beinah schlafwandlerische Sicherheit. In diesem Beruf ist es so, dass je mehr Routine man sich erarbeitet, desto mehr kann man sich auf die Feinheiten für jeden Klienten einlassen. Ich bin überzeugt davon, was ein Mensch mit fachlicher Gewissenhaftigkeit und Leidenschaft ausführt, dass gelingt ihm auch hervorragend und er wird zu seiner ureigenen Höchstform auflaufen. So soll es ja auch sein.
Wie geht das zusammen: Vorher Immobilienwirtschaft und jetzt seit über 20 Jahren eine Aufgabe
des psychosozialen Berufsfeldes?
C: Das geht hervorragend zusammen! Es ist sogar einer der Gründe, warum ich sowohl im Wirtschafts- und Unternehmensbereich erfolgreich und wirksam arbeite, als auch im Bereich der psychologischen und systemischen Beratung für Privatpersonen. Das eine vervollständigt das andere. Ich erlaube meinen Erfahrungen aus der Immobilien-Zeit als Maklerin und Geschäftsführerin, sich mit den Erfahrungen aus meinem beratenden und lehrenden Berufszeit zu ergänzen. Am Ende des Tages geht es dort wie da um Menschen, die ihre Probleme gerne beseitigen und auflösen möchten.
Worauf können sich Deine Kunden und KlientInnen bei Dir immer verlassen?
C: Dass ich unbestechlich bleibe, wenn es um den Versuch der Ego-Manipulation geht. Dass ich immer mein Bestes für sie abrufe, weil ich finde, dass sie nicht weniger verdient haben. Dass ich auch dann noch im Dienst an ihnen bleibe, wenn es dem einen oder anderen mal kurzfristig den berühmten Vogel raushaut. Und, dass ich meine gesamte Arbeit immer auf der Basis von Liebe, Wahrheit und Würde ausübe.
Was hat es mit dem Konzept „Liebe, Wahrheit, Würde“ auf sich?
C: Das sind die drei ethischen Grundpfeiler meiner Arbeitsauffassung, meines beruflichen Wirkens, und meiner eigenen Lebensführung. Das mag manchmal nicht immer unter die Nase von jedem gehen, aber die Alternative zu diesen drei Werten ist für mich nicht gegeben. Abgesehen davon, hat es meiner Klienten-Arbeit immens gut getan, und es hat sich gezeigt, dass Menschen mit diesen drei Werten nachhaltiger in ihre gute Kraft geführt werden können. Aufrichtigkeit, Selbstachtung und Selbstliebe profitieren reichlich davon, wenn man erst mal die Vorurteile und Abwehrmechanismen dagegen beiseite gelassen hat. Es stimmt einfach nicht, dass wenn man ein ethisch sauberes Leben führt, dass man dann keinen oder weniger Spaß im Leben hat. Vielmehr ist es so, dass man anderen, qualitativ hochwertigeren und liebevolleren Spaß hat, der reuelos und ohne negative bzw. schmerzhafte Konsequenzen stattfindet. Aber Unken-Rufer wird es immer und überall geben wo etwas Gutes auftaucht, also warum nicht auch hier. Jedem steht es frei, diesen Weg abzulehnen, und jedem steht es frei, ihn für sich und das eigene Wohlergehen zu nutzen. Ich bin kein Missionar, nur durchdrungen und überzeugt von dem was sich seit fast zwei Jahrzehnten vor meinen Augen bewahrheitet. Die Qualität meiner Arbeit ist ein Angebot, keine Zwangsbeglückung.
Wie gehst Du mit Negativ-Feedback oder Shitstorm um?
C: Also bei der Bezeichnung „Negativ-Feedback“ oder auch Shitstorm tue ich mir schwer bzw. müsste man das differenzieren: Wenn damit gemeint ist, wohlwollende und wertschätzende Anregungen zur Verbesserung oder Optimierung einer Sache, die ich in meiner unangetasteten Freiwilligkeit annehmen oder auch ablehnen kann, dann bin ich dafür immer offen und sehr interessiert. Könnte ja etwas dabei sein, womit man seine Leistung oder sein Angebot verbessern könnte – also warum nicht? - und grundsätzlich, JA gerne! Aber der Ton und die Form sowie die Intention/Absicht müssen passen.
Wenn mit Negativ-Feedback allerdings gemeint ist, das was sich auch im Rahmen von Shitstorms an verbaler Inkontinenz von Hinz & Kunz oder Neidern und Missgünstlingen im Internet so abspielt, dann interessiert mich das nicht die Bohne. Warum auch!? So etwas hat weder Qualität, noch konstruktive Absicht, noch irgendetwas Liebevolles. Also ab in die kosmische Mülltonne damit.
Von dir sind bereits 5 Bücher erschienen. 3 davon sind brandneu.
Was hat Dich bewogen in einem Jahr neben Deinem intensiven Job gleich drei Bücher zu schreiben?
C: Die Kurzantwort müsste vermutlich lauten: Die Lockdowns und das schlechte Wetter.
Aber tatsächlich war es ohnehin in Planung wieder zu schreiben. Ursprünglich sollte es aber nur eines werden, da mich meine KlientInnen und Lehrgangs- bzw. Seminar- TeilnehmerInnen seit Jahren immer wieder aufforderten, endlich etwas über die „heißen- Eisen-Themen“ zu schreiben. Hinzu kam der Appell, so unverblümt und frei Schnauze zu schreiben, wie ich zuweilen unterrichte oder berate. So entstand schließlich „Liebe, Sex & Schuld – Fickst Du noch oder liebst Du schon!“
Die beiden Geschwister-Bücher „MARS-Kompetenz“ und „VENUS-Kompetenz“, wollten irgendwie auch geschrieben werden. Eigentlich hatte ich die erst ein bis zwei Jahre später vor, aber plötzlich purzelten mir die Inhalte nur so zu, und wenn die Muse anklopft, dann sollte man sie nicht wegschicken, sondern Willkommen heißen.
Ein Buch-Schreibe-Prozess ist schon etwas freudvolles aber auch echt anstrengend und Kräfte raubend. Du musst schreiben, wenn es fließt und diesem Fluss ist es völlig egal ob es drei Uhr in der Früh ist, oder vier Uhr nachmittags, oder ob du gerade unter der Dusche stehst und nichts zum schreiben hast, oder gerade einschlafen möchtest, weil der Tag lang genug war. Nach „Liebe, Sex & Schuld...“ sagte ich zu meinem Partner noch: „Erinnere mich bitte daran, wenn ich wiedermal dem Wahnsinn verfalle ein Buch zu schreiben, dass ich nie mehr eines schreiben wollte!“ Ungefähr fünf Wochen nach der Fertigstellung des großen Buches, ertappte ich mich beim Erstellen der Inhaltsverzeichnisse für Mars und Venus. Ich dachte mir, so ein Inhaltsverzeichnis und so ein erster kleiner Leitfaden kann ja nicht schaden... Der Rest ist Geschichte und kann im freien Buchhandel erworben und genossen werden.
Was bekommt der Leser dieser Neuerscheinungen für sein Geld?
C: Bei „Liebe, Sex & Schuld...“, tatsächlich einen Ratgeber und Wegbegleiter für eine erfolgreiche und heilsame sowie würdevolle Lebensgestaltung, ein paar geniale Werkzeuge um die eigene Selbstliebe nachhaltig zu steigern, und durchaus auch eine Portion Humor. Mit Sicherheit aber auch ein Werk, welches polarisiert, konfrontiert und bestimmt nicht jedem/jeder in den Kram passt. - Aber es wurde ja auch nicht geschrieben um dem Ego der gesamten Welt Honig ums Maul zu schmieren, sondern um wachzurütteln und auch die Schattenseiten der menschlichen Vorgehensweise schonungslos beim Namen zu nennen. Darüber hinaus ist „Liebe, Sex & Schuld!“ wie ein hilfreicher Therapeut oder Life-Coach in Taschenbuch-Format, mit dem man wunderbar für sich zu Hause an sich arbeiten kann. Das war mein eigentlicheres Ziel: Es soll mit dem Leser/der Leserin arbeiten und in Resonanz gehen...
Warum könnte sich der eine oder andere an den Inhalten reiben?
C: Weil darin Themen unserer Zeit, unserer intimen Alltagsführung, ungeschönt und ohne Rücksicht auf Ego-Ansprüche oder faule Ausreden aufgegriffen werden, sodass man unweigerlich mit seinen eigenen Schatten und Defiziten konfrontiert wird. Aber das Gute an Büchern ist, man kann sie weglegen, wenn einem nicht gefällt was man da möglicherweise über sich liest, und es steht einem auch völlig frei, etwas davon an sich heran zu lassen, und unter dem Aspekt: „Liebe – Wahrheit - Würde“, auch mal Selbsthinterfragung zu betreiben. Jeder wie er eben möchte. Das Angebot ist da, wer sich lieber dran reibt, als es zu versuchen, der hat seine Wahl getroffen – und das ist auch jedes Menschen Recht. Ich verfolge, wie gesagt, keinerlei Anspruch auf Missionierung, weil ich so etwas nicht mal im
Namen für das Gute für angemessen oder fruchtbar halte. Die Freiwilligkeit und innere Herzens-Bereitschaft ist meiner Ansicht nach heilig, daher: Ja, ich stehe zu jedem Wort, denn es entspringt aus einer Menge Praxis, die sich in den Dienst von etwas Höherem stellt. Aber nein, ich finde nicht, dass man deshalb den freien Willen aushebeln darf.
Was sagst Du jemandem, der meint, dass Du das eine oder andere „zu hart“ niedergeschrieben hast?
C: Dass es manchmal Vorläufer von neuen und heilsamen Erschütterungen braucht, wenn etwas in eine bessere Richtung gelangen soll. Und diese „heilsamen Erschütterungen“ können selten mit Schönfärberei oder Weichspülen hergestellt werden. Selbst die Natur greift zu drastischen Maßnahmen, wenn sie umgestaltet. Siehe Vulkan-Ausbruch, Erdbeben, Flutwelle, etc. Allerdings muss ich auch sagen, dass die in den Büchern aufgegriffenen und von Menschen gelebten Schattenseiten auch wenig Sanftmut an den Tag legen in unserer Gesellschaft. Sie werden teils aggressiv und inflationär, aber auch zwangsbeglückend ausgelebt, und haben keinerlei Mitleid mit all dem was unter deren Räder kommt. Also warum sollte man sich in der schonungslosen Auseinandersetzung mit diesen Themen dann mit Samt Handschuhen bewegen?! Das wäre nicht gemäß und bewirkt gar nichts. - Das wäre wie wenn einer in einem vollen Fußball-Stadion aufzeigt, und in Zimmerlautstärke sagt: „Bitte ich möchte gerne etwas sagen!“... das wird unter Garantie im Lärm der Menge untergehen, also völlig wirkungslos verhallen. Außerdem kommen solche Beimessungen, tendenziell eher von Menschen, die sich in genau der angeführten Schatten-Dynamik wiederfinden, und natürlich gefällt es deren Ego nicht, dass das würdelose Handeln offen beim Namen genannt wird. Warum sonst drücken sich die Männer in gewissen Tiefgaragen am Hintereingang verstohlen hinaus, wenn sie in ein Hurenhaus gehen? Warum sonst schweigt sich eine Frau darüber aus, dass sie ihren Mann längst nicht mehr liebt, oder noch nie geliebt hat, aber sein Geld weiterhin mit vollen Händen ausgeben möchte? Wir Menschen tun solche Dinge, aber wir wollen sie deshalb nicht unbedingt offen und ehrlich beim Namen nennen. Sich hinter hausgemachten Lügen zu verstecken ist eine uralte Seuche in der Menschheitsgeschichte. - Aber soll das ewig so bleiben? - Oder können wir ein neues und würdevolleres Kapitel aufschlagen?
Warum sollte sich die Leserschaft diesen brisanten und konfrontativen Inhalten widmen?
C: Weil nur durch konsequente und beherzte Selbstreflexion, Wandlung und Weiterentwicklung geschieht. Es ist unerlässlich auch mal über den eigenen Tellerrand hinaus zu blicken, und die gänzlich andere Sichtweise an sich ran zu lassen. Wir Systemiker tun das berufsbedingt dauernd. Aber es macht großen Sinn, dies auch in seiner eigenen Lebensführung zu tun. Unsere Gesellschaft hat sich gewisse Abartigkeiten mit einem Vokabular „schön-geredet“, sodass wir bereits über unsere Sprache, Dinge die der Seele und dem Selbstwert eindeutig schaden, für „ganz o.k.“ halten. - Was sie aber nicht sind! Daher steht dieses Buch im Dienst an der Steigerung von mehr Liebe und Würde in unser aller Leben, und da darf man erst recht nicht bestechlich sein, für die Verführungen des Ego ́s! Weichspüler-Sprache wäre hierbei Fehl am Platz.
Die Qualität der Sexualität scheint Dir besonders am Herzen zu liegen!? - Wieso?
C: Weil ich über die Jahre entdeckt habe, wie wir Menschen mit Sexualität umgehen, wonach wir uns sehnen, und wie wir es selbst verhindern, dass sich die Sehnsucht erfüllen kann. Ich finde einfach, dass wir es der Sexualität schuldig sind, ihr wieder die Qualität zurückzugeben, von der wir sie getrennt haben. Dann kann sie sich für uns auch wieder als Freude-spendend und Glücks-bringend erweisen. Aber so wie wir mit ihr derzeit umgehen, brauchen wir uns nicht zu wundern, warum der ganze wohltuende Zauber der ihr innewohnen würde, aus ihr verschwunden ist. Wir haben ihn selbst verjagt, und wir tun es tagtäglich aufs Neue. Da braucht es, meiner Ansicht nach, einmal mehr klare und unbestechliche Worte, die hässliche Dinge bei ihrem wahren Namen nennen, und würdevolle Qualitäten in Erinnerung rufen, sowie konstruktive Weg dahin aufzeigen.
Dir eilt ein gewisser Ruf voraus. Nämlich, dass Du knallhart sein kannst, aber auch, dass Du ein riesiges Herz besitzt, und Dich für Deine Klientenschaft oft ungewöhnlich weit hinauslehnst. Stimmt das?
C: Die einen werden mich so erleben, die anderen tendenziell anders. Für mich ist es nicht stimmig, wenn ein Berater/Therapeut/Coach oder Ausbildner, so „weich-gespühlt“ arbeitet, nur damit er oder sie von den Kunden „gemocht“ wird. Damit wäre so jemand mehr im Dienst an sich als am Klienten. Ich gebe was es jeweils gerade braucht, und was Sinn macht für das Weiterkommen des Kunden. Mich stelle ich dabei hinten an, weil um mich geht es ja nicht! Ist ein Mensch mehr von seinem Ego dominiert, dann wird er mich sicherlich eher strenger oder unnachgiebiger erleben (aber das muss ich ja in dem Fall auch sein). Ist jemand gerade von seinem Schicksal schwer gebeutelt worden, und vom Seelenschmerz gezeichnet, dann wird er mich eher fürsorglich, behutsam und Halt-gebend erleben. Eben was für den jeweils nächsten guten Schritt nützlich und förderlich ist. Das erfordert ein äußerst hohes Maß an Selbstlosigkeit, aber auch an innerer wie äußerer Klarheit. Beides stelle ich für das Wohl meiner TeilnehmerInnen und Klienten sehr gerne zur Verfügung. Neben meinem entgeltlichen Honorar, ist der Erfolg und die seelische Heilung und Freude meiner Klienten, die eigentliche Belohnung! Wenn ich, in das vor Glück strahlende Gesicht eines Klienten/einer Klientin blicke, dann weiß ich, warum ich jeden Tag aufs neue aufgestanden bin. Die Erleichterung in einem Menschen in seinem Gesicht ablesen zu können, oder sein Erstrahlen miterleben zu dürfen, ist unbezahlbar!
Wie gehst Du damit um, wenn Dich jemand mal „nicht mag“ oder während Eurer Arbeit unangenehm
persönlich oder frech wird?!
C: Wer die Hitze nicht verträgt, sollte nicht in die Küche gehen! So etwas gehört zu diesem Job, wenn man ihn aufrichtig, unbestechlich und gut machen will. Daher ist es wichtig, gut in sich selbst aufgestellt zu sein, und von seinen Kunden emotional unabhängig zu bleiben!
Das ist ein bisschen wie mit der Elternschaft: Wenn Du ein Kind willst, um Dich geliebt zu fühlen, dann solltest Du besser keines bekommen. Kauf Dir stattdessen einen Hund. Oder noch besser: Besuche meine Selbstliebe-Gruppe, dann wird nicht mal der Hund emotional missbraucht. (C grinst) Natürlich wachsen mir meine Klienten schon sehr oft ans Herz, ich bin ja kein Hydrant! Aber das ist keinesfalls zwingend erforderlich um gute Arbeit zu leisten. Ich muss jemanden nicht mögen, um für ihn gut da-sein zu können – es reicht meine grundlegend wertschätzende Haltung dieser Person gegenüber.
Allerdings hat auch das schlechte Benehmen meiner Klienten ihre Grenzen. In 20 Jahren ist es vielleicht eine handvoll Male vorgekommen, dass ich jemanden rausgeschmissen habe, aufgrund seines ungebührlichen Verhaltens. Aber das ist wirklich die Ausnahme. Für gewöhnlich besitzen meine Klienten genug Intelligenz, Benimm und Herz, sodass sie genau spüren, dass ich Ihnen voll und ganz professionell und nächsten-liebend zur Verfügung stehe. Wenn sie mich zwischenzeitlich mal nicht sonderlich sympathisch finden, dann ist das oft ein gutes Indiz dafür, dass wir gerade an einem wesentlichen Ego-Auflösung-Punkt dran sind. Und das ist ja auch Teil des Plans. Also alles gut – nichts wird so heiß gegessen, wie gekocht.
Und was erwartet die Leser von MARS-Kompetenz und VENUS-Kompetenz ?
C: Eine Menge Spaß, eine gesunde Portion Sarkasmus, aber auch fachlicher Tiefgang und sinnstiftende Botschaften zum Thema „Mann-Sein“ und „Frau-Sein“. Nach über zwanzig Jahren in der Erwachsenenbildung und Lebensberatung ist dir so ziemlich jedes Klischee begegnet, und da kommt einiges an Stoff zusammen. Aufgemacht an so witzigen Überschriften wie beispielsweise: „Der Sitz-Pinkler & der Steh-Pinkler“, „Männer und ihre Status-Symbole“, oder „Die unterschiedlichen Männer- bzw. Frauen-Typen – zum abgewöhnen“, aber auch „Der High-Heel und seine psychologische Bedeutung“ oder was die Handtasche oder der Kleidungsstil über uns Frauen verrät..., ist alles dabei, was im Leben vorkommt, und mehr verrät als manch einer vermuten würde.
Wer aufgrund des Buch-Covers Oberflächlichkeit vermutet, liegt falsch!
Wer intelligenten Humor mit fachlicher Expertise dahinter vermutet, kommt voll auf seine Kosten!
Was bedeutet für Dich persönlich „Frau-Sein“ ?
C: Anmut, Würde, Intelligenz, Herzenswärme und Weisheit.
Ich finde wir Frauen haben ein so phantastisches Spektrum an Potenzialen und Kräften von der Schöpfung mitbekommen, die alle nur darauf warten gelebt und entfaltet zu werden, dass wir die venusische Kraft jeden Tag als PS auf die Straße des Lebens bringen sollten. Trotz aller Hürden und Erschwernisse liebe ich es eine Frau zu sein!
Was wäre Dein persönlicher Wunsch für die Entwicklung von Männern und Frauen der nahen Zukunft ?
C: Von der Männerwelt wünsche ich mir, dass sie ihren Penis endlich beherrschen lernen, anstatt sich dauernd und bei jeder sich bietenden Gelegenheit von ihm beherrschen zu lassen. Es wäre schön, wenn selbst die attraktivste Frau auf der Welt mit einem Mann befreundet sein kann, oder ein Gespräch führen kann, ohne dass der in seinem Kopfkino bereits mehrfach Sex mit ihr hatte. Den männlichen Selbstwert nicht über sexuelle Dominanz und Fixierung zu beziehen, sondern über die Ehre und Würde eines Gentleman's, wäre wirklich wünschenswert! Und von den Frauen, dass sie endlich darauf verzichten „gefallen zu wollen“ – und das auch noch möglichst allen!
Stattdessen würde ich mir wünschen, dass sie ihr eigenes SOLL-Selbstbild definieren, unabhängig von irgendwelchen sexistisch motivierten Vorgaben oder der Meinung anderer Menschen. Sie sollten lieber sich selbst gefallen, unbeeinflusst, von der männlichen Primitivität. Und das gilt für den Charakter ebenso wie für das Herz oder das äußere Erscheinungsbild! (Und nein, das bedeutet nicht, wie eine vermännlichte Schiachperchte herumzulaufen – Schön-Sein ist dabei durchaus erlaubt.)
Männer sind wertvoll und gut, wenn sie danach trachten auch so zu handeln und zu DENKEN! Und Frauen ebenso.
Wenn wir allesamt aufhören unserem primitiven ICH so hörig zu folgen, und beginnen uns auf die Schönheit unseres wahren Selbst zu besinnen, dann haben wir weit mehr gewonnen als nur ein schöneres Miteinander! So wichtige Qualitäten wie Selbstachtung, ein gesundes Selbstbewusstsein, oder einfach mehr Selbstliebe wären die wunderbaren Folgen für den Einzelnen. In größerem Stile fertig gedacht, könnte das sogar Weltfrieden bedeuten!
Du bist bekannt dafür, mutig immer nach dem großen Ganzen zu greifen – in Deiner Arbeit, in Deiner eigenen Persönlichkeitsentwicklung und auch in Deinen Beziehungs-Qualitäten. - Ist das nicht anstrengend auf Dauer und in dieser Konsequenz?
C: Nicht mehr als sich zu verleugnen, zu verbiegen oder sich selbst untreu zu werden. Was sollte die Alternative zu Liebe – Wahrheit – Würde sein?! Na klar zahle ich manchmal einen hohen Preis für diesen Weg, aber der Preis für die Selbstverleugnung und Würdelosigkeit ist am Ende immer viel Höher! Im Leben hat bekanntlich alles seinen Preis, daher stelle ich mir nur die Frage: Welche Qualität soll mein Ergebnis haben?
Was hat Dich bewogen diesen Beruf im zweiten Bildungsweg zu ergreifen?
C: Ich komme ja ursprünglich aus der Immobilienwirtschaft. Und als staatlich geprüfte Maklerin habe ich sehr bald erkannt, dass es in jedem Geschäft um Menschen geht – völlig unabhängig von der Ware oder dem inhaltlichen Abschluss eines Deals. Darauf habe ich auch meinen Erfolg aufgebaut - Menschlichkeit! Im Zuge der Schulung unserer Mitarbeiter, hat es sich dann ergeben, dass auch andere Branchenkollegen auf unsere Art zu arbeiten aufmerksam wurden. Ich wurde mehrfach angesprochen, wie wir das denn „machen“, dass dies und das besser klappt als bei Kollegen. So ergab es sich, dass ich mein Know-How auch Fremdfirmen angeboten habe, und auch dabei ist das Menschliche stets im Vordergrund gestanden. Der Rest ergab sich dann von allein. Mein Interesse an der Psychologie des Erfolgs und der Persönlichkeitsentwicklung führte meine fachliche Weiterbildung bis in die Bereiche der systemischen Therapie, der Kommunikationswissenschaften und der Sozialkompetenz-Erweiterung.
Menschen die auf ein gesundes Selbstbewusstsein und einen echt gewachsenen Selbstwert in sich zurückgreifen können, neigen nicht mehr zu Neid, Missgunst und Verzweiflung. Und somit greifen sie nicht mehr so häufig zu aggressiven, würdelosen oder unethischen Maßnahmen bei ihrer Erfolgsherstellung. Der schiefe Ruf der Immobilienbranche hat mich damals angespornt, dieses Geschäft auf hochseriöse aber vor allem gelassene Weise auszuüben. Mein Gedanke war, als mir alle davon abgeraten haben, in diese Branche zu wechseln: ...“das muss doch möglich sein, auch auf anständige Art und Weise auf diesem Gebiet nachhaltig erfolgreich zu sein...!“ - und es gelang! Frei nach dem Motto: „Geht nicht, gibt ́s nicht.“ Meine Mutter und meine Großmutter haben mir schon ganz früh vermittelt, dass man es mit Anständigkeit und Fleiß im Leben ebenso weit bringen kann, und diese Erfolgsqualität jedenfalls nachhaltiger ist, als alles andere.
In weiterer Folge verlagerte sich mein Tun fließend immer mehr in Richtung psychosoziales Berufsfeld (also die Erwachsenenbildung, die psychologische und systemische Beratung und die Aufstellungsarbeit), was ich bis heute keineswegs bereue. Im Gegenteil! So schön der Makler-Beruf war, so spannend, abwechslungsreich und emotional erfüllend und sinnvoll ist mein aktuelles Wirken. Die Maklerei wurde für mich zu einem geliebten Beruf. Die psycho-seelische Arbeit mit und für Menschen, und diese in ihrem Wachstum zu begleiten und zu fördern, ist meine Berufung und meine Leidenschaft. Dafür wurde ich sprichwörtlich geboren. Ich muss mich morgens nicht fragen wenn ich aufstehe, wofür stehe ich auf, und ich muss mich abends nicht fragen, wofür tue ich das alles! - Mein tägliches Aufstehen ist seit 2 Jahrzehnten von tiefem Sinn erfüllt, und diese Gewissheit wünsche ich jedem Menschen auf der Welt! Ich bin täglich dankbar, einen solchen Beruf ausüben zu dürfen und zu können. Wenn ich jemals das Gefühl habe, dass ich an diesem Platz nicht mehr richtig bin, dann werde ich das ändern, wie ich auch schon zuvor Situationen die nicht mehr stimmig waren, geändert habe. Aber aktuell, könnte ich mir nur wenig Schöneres vorstellen, als mit diesem Beruf in Pension zu gehen.
Was bedeutet für Dich Erfolg?
C: Auf liebevolle und anständige aber auch beherzte und engagierte Weise eine Lebensführung zu ermöglichen, in der ich mich wohl und zufrieden fühle, und die mir meine Herzenswünsche erfüllt, und eine angenehme Lebensqualität gewährt. Erfolg ist für mich keine Frage des Kontostandes oder von Zahlen. Es ist vielmehr der Mut zur Fülle und zum Vertrauen in sich und das Leben.
Was habe ich denn davon ein Milliardär zu sein, aber geistig, charakterlich oder menschlich bin ich ein Armutschgerl. Oder was ist bitte schön so edelmütig daran, sich in sein ärmliches Schicksal zu ergeben, und als chronisches Opfer durch die Welt zu raunzen, anstatt seinen Arsch zu heben, und das Schicksal in die eigene Hand zu nehmen. Es hat sicherlich nicht jeder die gleichen Karten für seinen Lebensstart ausgeteilt bekommen, aber wirklich jeder hat das Recht und die Möglichkeit, fleißig, neugierig und engagiert nach seinem eigenen Erfolg zu streben. Ich kenne Millionäre, die am vollen Teller verhungern, und ich kenne Opfer-Mentalitäten die es äußerlich durchaus zu Wohlstand gebracht haben, indem sie überall schmarotzen und abstauben. Beides würdelos, und für mich wenig nachahmenswert.
Meine Wurzeln sind mir heilig und für meinen persönlichen Erfolg sehr wichtig. Ich komme aus einer Arbeiter-Familie. Meine Mutter war Alleinerzieherin mit 4 Lohnsteuerkarten und einem leider sehr kurzen Leben. Wir mussten oft mal den Schilling zweimal umdrehen, aber das hat mich nicht davon abgehalten, die geistigen Potenziale die ich hatte (schnelle Auffassungsgabe und leichtes Lernen) zu nutzen so gut ich konnte, und mein Scherflein Fleiß mit hineinzulegen. Weder bin ich reich geschieden (im Gegenteil), noch habe ich mich hochgeschlafen oder einen Lottogewinn eingesackt. Ich denke einfach, dass meine Bodenständigkeit und die Dankbarkeit für alles was gelingen darf, auch etwas mit Erfolg zu tun haben. Mir ist ob meiner Herkunft klar, dass einem nichts einfach so in den Schoss fällt. Und das halte ich für durchaus gesund.
Welche 3 Ratschläge würdest Du einem jungen Menschen geben?
C: Weiß nicht ob sich das mit nur drei ausgeht, denn da gibt es soviel Kluges und Weises in der Welt, aber ich denke...
1. Mach Dich so früh wie möglich unabhängig von der Meinung oder dem Urteil anderer! - und gib Socialmedia und Co. nicht mehr als 1 Stunde in der Woche Deiner Lebenszeit. Und trau Dich echt sein!!! Hör auf „Versionen“ von Dir herzustellen und zu posten. Echtheit wird nicht kreiert, sie ist einfach!
2. Lerne Dich selbst zu lieben. - Mit den Potenzialen die Du hast, und so wie Du wirklich bist. Das bedeutet und erfordert, dass man sich selbst „entdeckt“, und nicht etwa herzustellen versucht, was der neueste Beliebtheits-Trend gerade vorgibt. Denn dieser Versuch macht alle über kurz oder lang in der Seele kaputt. Also auch hier: Sei echt!!!
3. Finde eine Tätigkeit die Dir Freude macht und die etwas mit Deinen Fähigkeiten zu tun hat - und sei Dir nicht zu gut, auch Dinge mit Hingabe zu machen, die Dir vielleicht nicht so gefallen. Bei der schönsten Karriere gibt es immer auch Aufgaben, die einem total auf den Keks gehen – das gehört einfach dazu. Tu einfach ALLES mit HINGABE!!!
Wie gelingt es Dir persönlich diese 3 Empfehlungen umzusetzen?
C: Die Unabhängigkeit vom Urteil anderer gelang mir recht früh, wenngleich auch immer wieder in Etappen und in unterschiedlichen Bereichen. Es war ein Schäl-Prozess. Aber diese Fähigkeit ist vermutlich meinem Sternzeichen geschuldet, und auch nicht immer sympathisch für andere. - Als Wassermann (=Luftzeichen), bist Du quasi die Verkörperte Unabhängigkeit und Innovation.
In meinen ersten beiden Dienstverhältnissen hat es mich sehr bald frustriert, immer nur ausführendes Element zu sein. Ich konnte schließlich selber denken (und das gar nicht schlecht!), verfügte über eine rasche Auffassungsgabe und dem gesunden Drang mein Bestes zu geben. - Und dennoch war ich weisungsgebunden, also Befehlsempfängerin. Das schmeckte mir gar nicht gut! Zudem war ich jung und sehr hübsch, was zur Folge hatte, dass Anfeindungen und Intrigen aus purem Neid und Eifersucht an der Tagesordnung waren. Auch musste ich irgendwann feststellen, dass männliche Komplimente nicht unbedingt bloße wertschätzende Freundlichkeit und Anerkennung ausdrückt, sondern häufig gespeist waren von ganz anderer Motivation. Wenn also die einen heucheln um zu manipulieren, und die anderen dich bekämpfen einfach nur weil du vorhanden bist, dann kannst du ebenso gut gleich Dir selbst entsprechen, dann bist Du wenigstens ehrlich und gut aufgehoben – so zog ich meinen Schluss daraus.
Ob nun Vorgesetzte oder Mitmenschen im allgemeinen, was der eine an Dir schätzt, kann für einen anderen die Pest sein. Also macht es überhaupt keinen Sinn, anderen gefallen zu wollen, sondern einzig und allein sich selbst! Von Dir kannst Du Dich niemals scheiden lassen, und Du verbringst garantiert den Rest Deines Lebens mit Dir bis dass der Tod Dich ereilt. Also ist die ICH-Beziehung das allerwichtigste im Leben eines Menschen! - Wenngleich es nicht unbedingt die einfachste Beziehung ist. Daher halte ich mich immer mehr an den Spruch: „Mit der Anzahl meiner Lebensjahre, erhöht sich die Anzahl derer, die mir den Buckel runterrutschen können!“ Und frage mich stattdessen lieber: „Was erwarte ICH von mir? Und: Wie bin ich mit mir zufrieden?“
Was die Selbstliebe betrifft, so bin ich täglich am üben und das wird bis zu meinem letzten Atemzug so bleiben. - Denn es gibt immer Luft nach oben, wenn es um die Fähigkeit der Selbstliebe geht. Aber ich bin mit dem bislang erreichten Status ganz zufrieden. Da Selbstliebe-Steigerung sogar Spaß macht, absolviere ich die Übungen in meiner alljährlichen Selbstliebe-Gruppe ebenso wie meine TeilnehmerInnen. Ich bin da quasi auch mein eigener Klient. (C lacht) Und natürlich mache ich regelmäßig meine eigene Supervision mit einem begnadeten Menschen, den ich sehr schätze!
Was den Rat betrifft: „Tue was Dir Freude macht, was Du gut kannst und tue all das mit Hingabe“, so habe ich die Sache mit der Hingabe an alles was man anpackt, quasi mit der Muttermilch aufgesogen. Denn sowohl meine Mutter, als auch meine Großmutter sind alles im Leben mit dieser Haltung angegangen. Und was sie nicht konnten, dass haben sie eben liebevoll und höchst interessiert und engagiert gelernt. Der Teil „Tue was Dir Freude macht“ dagegen, war Schwerstarbeit dahin zu kommen. Denn aus einer fleißigen Arbeiterfamilie kommend, wo Fleiß eine Frage der Ehre war, und es zum guten Ton gehörte sich selbst grundsätzlich hinten anzustellen, war es gar nicht leicht, mir meine innerliche Erlaubnis für jeglichen Erfolg und Wohlstand zu erarbeiten. Ich habe für diesen Dogmen-Ausstieg und diese Selbstermächtigung wirklich viele Jahre hart an mir gearbeitet, und so manchen Schicksalstritt dafür bewältigen müssen, bis ich die Gnade des Ausübens einer Leidenschaft erfuhr. Ab da allerdings, war auch klar für mich, zurück in das alte Hamsterrad gehe ich nie wieder! Hatte ich doch von Beginn an zwar immer wieder bemerkenswerte Erfolge hergestellt, doch davon profitiert und eingesteckt haben sich die immer andere. Mir hat man lediglich zwei, dreimal verbal über den Kopf gestreichelt, um mich erneut ins Rennen zu schicken.
Meinen Chefs und Geschäftspartnern hat ́s gefallen – mir weniger. Das ging so lange, bis ich all meinen Mut zusammen kratzte und mich endlich Selbständig machte. Ab da war klar, wenn ich jetzt Erfolg herstellte, blieb der einzig und alleine mir – und so hat das auch seine Richtigkeit.
Wie erfahren Menschen, dass man diesen Weg (Liebe – Wahrheit – Würde) und noch weit mehr bei Dir erlernen kann?
C: Tatsächlich vorwiegend durch Weiterempfehlung. Deshalb habe ich mich so spät nun doch dafür entschieden, ein stärkeres Going-out zu betreiben, weil es ja irgendwie unfair wäre, wenn man nur den Weg zu mir findet, wenn man jemanden kennt, der mich kennt.
Wenngleich es natürlich sehr schmeichelhaft ist, wenn man seinen Erfolg auf dieser Basis aufbauen kann. Ich selbst lebe das ebenfalls so, dass wenn ich wo sehr zufrieden bin, erzähle und empfehle ich diesen Kontakt gerne weiter. So stärkt man die guten Dienstleister und hilft der Qualität sich in allen Bereichen zu etablieren. Und das ist ja zum Wohle aller! Ein weiterer Weg zu all dem was ich anzubieten habe, geschieht über etwaige Veröffentlichungen, über meine Bücher oder auch den einen oder anderen Auftritt im Internet oder bei Fachvorträgen zu denen man mich einlädt. Wobei ich mit Internet- Auftritten sehr spärlich umgehe, weil ich der Meinung bin, dass man bei all den Vorzügen die die virtuelle Welt verspricht, man die Schattenseiten derselben gut im Auge behalten sollte. Dieses Medium wohl dosiert zu nutzen, halte ich für wichtig, um gut bei sich bleiben zu können. Die Dosis macht bekanntlich das Gift!
Und nun verrate mir noch die Lieblingsprodukte Deiner Dienstleistungspalette?
C: Du verlangst Unmögliches von mir! - Denn das alles sind meine Baby ́s, die zu dem Zweck geboren/erschaffen wurden, um für den unterschiedlichen Problembedarf meiner Klienten und Seminar-TeilnehmerInnen lösend und heilsam zu wirken. Wie soll ich da auch nur eins davon ausschließen?! Das wäre als wenn Du eine Mutter bittest Dir zu sagen, welches Kind sie lieber hat... jedes auf seine Weise wird sie sagen, aber entscheiden zwischen ihnen wird sie sich nicht können. Aber ich will gerne versuchen, in Kürze das Wesentliche daran herauszuarbeiten...
Da wäre zum Beispiel die „Selbstliebe-Gruppe“. Ein Format welches sich von der ersten Stunde an rasant durchgesetzt hat, und Jahr um Jahr großen Zuspruch findet. In 4 Wochenenden (Samstag bis Sonntag) pro Jahr, findet seit mehreren Jahren ein kollektiver Wachstumsprozess statt, der es jedem Einzelnen ermöglicht, seine Selbstliebe tatsächlich maßgeblich und merklich zu steigern. Eigentlich ein Spirit den man nur schwer erklären kann, aber einmal erlebt, wirklich phantastisch! Darüber hinaus stärkt diese Arbeit nachhaltig die eigene Persönlichkeit und ermöglicht teilweise seelische Heil-Werdung. Dabei ist jedes Jahr in Inhalt und Ablauf anders – jedes Jahr passiert was Neues auf andere Weise. Was zur Folge hat, dass manche Menschen 2-3 Jahre dabei bleiben, ein Jahr pausieren, und danach wieder einsteigen, weil es ihnen so gut tut und leicht in jeden Kalender passt. Mehr dazu unter: Selbstliebegruppe
Ein absolut lebensveränderndes Highlight, ist mit Sicherheit „der Lebens-Lerngang“. Er ist definitiv ein Zeitaufwendigeres Unterfangen, auch ein intensiver Weg zu sich selbst, aber auch ein sehr ertragreicher, befreiender und lohnender Weg für jeden Menschen mit Liebe im Herzen. Während alle anderen Angebote von jedem Menschen besucht und genutzt werden können, besteht für die Teilnahme am Lebens-Lerngang ein Aufnahme- Prozedere. Voraussetzung dafür ist, zwei eigene Aufstellungen (Herkunftsfamilie und Paardynamik) bei der Lehrgangsleitung absolviert zu haben, und das Aufnahme-Gespräch positiv absolviert zu haben. Danach ist der Weg frei, in ein hochproduktives Jahr, indem viele Lasten abgebaut, viele Qualifikationen und Stärken aufgebaut werden, und das ganze in einem besonders geschützten und homogenen Rahmen. Mehr dazu unter: Lehrgänge
Unser systemischer Lebens-Lerngang ist auch als „Führungskräfte-Lehrgang“ ausgewiesen, und hat bislang großen Zuwachs an Führungssicherheit, Führungsinnovation, Führungsklarheit, Führungsinstrumentarien und Souveränität hervorgebracht. Vom Konzern-Chef bis zum Personalleiter, von der HR-Fachfrau bis zum mittleren Management, haben allesamt bestätigt, dass sie das Erlernte und Erfahrene für unbezahlbar, unverzichtbar und absolut wertvoll halten. Sie alle genossen obendrein ihrer eigenen Aussage nach, auch mit Nicht-Führungskräften in diesem Prozess gestanden zu sein, weil es ihr Spektrum erweitert hat. Hier stimmt der Satz: „Wer für sich lernt, lernt fürs Leben!“ Mehr dazu unter: Lehrgänge
„Das Familien-Stellen“ ist im Gegensatz zu Seminaren oder Lehrgängen, ein tiefenpsychologischer Vorgang, welcher die Erfolge der Einzelsitzungen beschleunigt und nachhaltig Verstrickungen verschiedenster Art löst. Je nach Gruppengröße findet diese Möglichkeit 2x pro Jahr von Freitag bis Sonntag statt, und ist ein hervorragender Einstieg für tiefgreifende Selbsterfahrung. Mehr dazu unter: Familienaufstellung
„Make a Wish – Das Selbstwert-Training!“ (auch Geldseminar genannt) ist ein hochspannender aber vor allem tatsächlich Gewinn-bringender Prozess zur Steigerung des eigenen Selbstwertes und der eigenen materiellen wie emotionalen Fülle-Fähigkeit. Wer also seinem Börserl oder Konto zu mehr Gewicht verhelfen möchte, der ist hier gold-richtig! Tipps zu Investment oder Geldanlage, werden allerdings keine verteilt. Denn die nützen nur etwas, wenn Du Dein Inneres von Geld- und Fülle-Bremsen gereinigt hast – und das passiert genau hier! Mehr dazu unter: Make a Wish
„Psychomagie“ Teil 1 und 2 ist ein für viele TeilnehmerInnen überraschender Cocktail aus uraltem aber machtvollem Wissen, welcher mit verschiedenen Zugängen und praktischen Anwendungen für die qualitative Anhebung der eigenen Lebensgestaltung sorgt. Spaß, Kreativität aber auch Tiefgang und berührende Prozesse gehen hierin Hand in Hand. Davon profitiert die eigene Erfolgsherstellung, die eigene gestalterische Kraft und selbstverständlich auch die Persönlichkeitsentwicklung und das Selbstvertrauen. Mehr dazu unter: Psychomagie
„TAROT – Der tiefere Blick in Dein Schicksal“, wird alle vor den Kopf stoßen und verblüffen, die meinen es sei irgend so ein Esoterik-Schmus. Dieses Seminar wird aber diejenigen vollauf begeistern, die immer schon wussten, dass es mehr zwischen Himmel und Erde gibt, dass uns tiefer blicken lässt, als die meisten! Ein wunderbares Instrument um die eigene Entwicklung auf allen Ebenen optimal vorwärts zu bringen! Weit mehr, als nur ein Stapel Karten eben!!!
Mehr dazu unter: Tarot
Eine persönliche Frage noch zum Schluss: Wie gehst Du mit dem Thema „Midlife crises“ um?
C: (lacht) ...also ich fand die eine oder andere Frage voran auch schon sehr persönlich...!
Diese Phase im Leben eines Menschen zu leugnen, halte ich für einen fatalen Fehler. Ist sie doch – wie ich finde – ein überaus wichtiges Zeitfenster, in welchem einem die eigene Endlichkeit und Sterblichkeit verstärkt bewusst wird. Daher stürzen da viele, so sie denn vorher nicht sonderlich Wert auf Sinnstiftung in ihrem Leben gelegt haben, spätestens jetzt in ihre erste Sinn-Krise! Fragen wie: „Wofür bin ich hier?“ Was will ich mit meinem Leben mal bewirkt und hinterlassen haben? Habe ich überhaupt Spuren auf dieser Welt hinterlassen und wenn ja, welche? usw. stehen plötzlich in Dir auf.
Auch wird Dir klar, dass Du nicht mehr so lange vor Dir hast, wie Du schon hinter Dir hast!
Mit 20 oder 30 scheint alles noch möglich und vor Dir zu liegen. Mit jenseits der 40 wird Dir klar, dass Du für manches bereits zu alt bist, und dass sich vieles nicht mehr ausgeht, wenn Du es noch angehen würdest. Das schockt natürlich erst mal. Außerdem zeigt bei den meisten die ihrem natürlichen Alterungsprozess nicht dazwischen pfuschen, nun auch der Körper erste Anzeichen des Verfalls. Das alles kann melancholisch machen, und schon mal depressive Verstimmungen auslösen. Hinzu kommt bei uns Frauen der hormonelle Wechsel, ...wieder etwas, das in Dir zu Ende geht, anstatt zu erblühen. Das Kapitel der Fruchtbarkeit wird einfach so zugeschlagen. Auch das kann einem schon mal Angst machen oder ein bisschen zusetzen. Diese damit einhergehende Traurigkeit, sollte man nicht unterdrücken oder überspielen, sondern durchaus auch zulassen. Es ist ja auch irgendwie schade, dass die Zeit so rasch vorübergeht. Männer kompensieren diese Ängste gerne, indem sie es nochmal „krachen lassen“... Und das manchmal unter dem Aufgebot aller Peinlichkeiten und Lächerlichkeiten. Aber auch bei Frauen hab ich so ein Torschluss- Verhalten schon gesehen. Ich persönlich finde den Gedanken, noch ein letztes Mal durch zu starten, und wo es Sinn und Spaß macht nochmal Vollgas zu geben durchaus gut, wenngleich auch hier mit Maß und Ziel, und keinesfalls ohne Würde. Dieses „nochmal Durchstarten“ ist vermutlich die vorletzte Chance für jeden, endlich in die Gegenwärtigkeit und in den Augenblick voller Präsenz und Aufmerksamkeit zu finden. Die Schieberitis in die ewige Zukunft die nie eintritt, ist damit hoffentlich vorbei, weil die Knack-Wurscht des Lebens, eben nicht mehr soviel Ende besitzt, wie man Anfang bereits hinter sich hat.
Midlife-crises ist für mich also so etwas wie eine Zäsur des Lebens. Krisen können ja bekanntlich ein durchaus produktiver Zustand sein, wenn man ihnen den Beigeschmack der Katastrophe nimmt. Mir gefällt einfach das Bild nicht: „So jetzt muss ich schnell nochmal auf jung machen, weil demnächst ist ja alles Schöne und Lebendige vorbei, und der Tod sitzt uns ab da im Nacken!“ Das stellt für mich so keine Wahrheit dar, sondern vielmehr Panik. Und Panik und Angst sind – wie wir wissen – beschissene Ratgeber! Besser gefällt mir das Bild von der „coolen Alten“, der man ihre einstige jugendliche Schönheit immer noch auf anmutige Art und Weise ansieht, und die ganz bei sich und im jeweiligen Augenblick angekommen ist. Wobei sie dabei die Fülle des Lebens nach ihrem Geschmack in vollen Zügen genießt. Dabei darf die Reifung ihres Frau-Seins, ihres Da- Seins und ihres Wirkens durchaus sichtbar sein. - So visualisiere ich das für mich persönlich, und ich werde sehr dankbar meine Augen schließen, wenn mir das gelungen ist. Aber noch hab ich einiges vor und zu tun. Das Sterben soll man sich ja eher für den Schluss aufheben...!