Lachen bringt Leichtigkeit.
Lachen vertreibt Sorgen.
Lachen ist ansteckend.
Lachen kann Brücken bauen.
Lachen verbindet.
Lachen tut der Seele gut.
Lachen ist pure Hingabe an den Augenblick.
Lachen ist gesund.
Das Leben Ernst nehmen? Wozu?!
Nichts gegen ein gesundes Maß an Ernsthaftigkeit. Denn es gibt genügend Situationen in denen Lachen tatsächlich unangebracht wäre, ja sogar als pietätlos empfunden würde.
Aber mal ganz ehrlich: Haben wir Erwachsenen das Lachen nicht auch ein Stück weit, ob unserer ach so wichtigen Ernsthaftigkeit, verlernt? Zumindest scheint es mir oft so, als ob wir in unseren Breitengraden das Lachen verbannt hätten, und zwar in ein schier unauffindbares Verlies im Nirgendwo.
Kinder lachen laut Statistik 200 bis 400 Mal pro Tag. Erwachsene im Vergleich dazu nur erschreckende 15-20 Mal pro Tag! Das sollte uns zu denken geben!
Kinder lachen noch einfach so gerade heraus. Sie sehen was lustiges und lachen. Sie erleben etwas als komisch, und lachen. Sie werden gekitzelt und lachen. Sie haben gerade geweint, und wenn etwas witziges auftaucht – lachen sie einfach wieder!
Sie denken nicht VORHER darüber nach, ob sie jetzt lachen dürfen, oder ob das jemand anderem sauer aufstoßen könnte. Und sie lachen vor allem ohne sich verschämt die Hand vor den Mund zu halten – eben einfach gerade aus dem Herzen heraus. – Und warum auch nicht!?
Mir fällt bei diesem Thema ein ganzer Haufen lustiger Situationen ein, wo man „eigentlich“ nicht hätte lachen dürfen, ich es aber dann doch nicht halten konnte, und andere sogar mitgerissen habe. Kirchen sind für mich zum Beispiel so ein Ort, wo ich, wenn eine Situationskomik entsteht, kaum in der Lage bin, meinen Mundwinkeln zu befehlen. – Also eigentlich gar nicht in der Lage dazu bin, um ehrlich zu sein.
Es war meine Konfirmation in der Dorfkirche meiner Großmutter im Burgenland,, die ich auch nur ihr zuliebe über mich ergehen lies. Heute bin ich glücklich darüber, OHNE religiösem Bekenntnis durch die Welt marschieren zu können. Aber zurück zu der damaligen Situation:
In den 80ern trugen wir schon mal ein bisschen Taft im Haar um die Minipli-Dauerwelle unter Kontrolle zu halten, und als der Pfarrer seine Hand auf meinen Kopf legte, um Gottes Segen auf meine frisch gestylte Haarpracht herniedergleiten zu lassen, vertrug sich wohl das Pensum des kirchlichen Handschweißes nicht so ganz mit meiner Portion Haarfestiger. Was dazu führte, dass, als er seine Hand wieder von meinem heiligen Haupt nahm, es über das Mikrofon des Würdenträgers in die kirchlichen Lautsprecher so laut hineinraschelte und krachte, dass sämtliche Anwesende meinten es rühre jemand in einer Tüte Chips herum. – Ein lautes Geräusch dieser Art in die andächtige Stille eines solchen Zeremoniells hatte es bis dahin vermutlich in ganz Burgenland noch nie gegeben. Trotz meiner beherzten Bemühungen den drohenden Lachanfall zu unterdrücken, bahnte sich brustend das Lachen seinen Weg. Zuerst ein unterdrücktes Kichern, dann ein Schlucken, dann ein Hicksen und schließlich lachte ich lauthals los. Meinen nebenan knienden Konfirmanden ging es in sekundenschnelle ähnlich, und schließlich hörte ich von weiter hinten des Kirchenschiffs sogar meinen Onkel lachen. Damit war es dann ganz aus, und der Pfarrer gab W.O. – Auch ihm entfleuchte nun ein fetter grinser, während er angestrengt weiter predigte.
Bis heute ist mir nicht klar, wieso man in so einer Situation nicht lachen dürfen sollte. Und zwar ohne vorher den Unterdrückungsversuch zu unternehmen. Es war ja alles in allem ganz harmlos und nicht im geringsten mit Respektlosikeit zu verwechseln.
Meine Klienten erleben sowohl die Einzelsitzungen mit mir, als auch meine Seminare, Lehrgänge oder auch Aufstellungswochenenden als von Humor und Witz getragene, aber durchaus auch ernsthafte und vor allem wirkungsvolle Maßnahmen zu ihren Entwicklungsgunsten. Ich halte nichts davon, dass Therapie oder Beratung oder Unterricht immer stock-ernst und schwermütig sein müssen, um seriös zu sein. Das ist eine gravierende Fehlannahme. Lachen tut der Seele gut, und nachweilsich auch der körperlichen Gesundheit! Also erst recht meinen KlientInnen, die oftmals auch mit schwermütigen Situationen vor mir sitzen. Wenn sie dann die eine oder andere Sitzung beschwingter oder aufgeheiterter verlassen als sie gekommen sind, ist das Teil meines beraterischen Konzepts, der gefruchtet hat.
Im Problembewusstsein verhaftet sein, hilft schließlich niemandem und erschwert die Sicht auf eine gute Lösung. Und es hat auch noch keinem geschadet, aber schon vielen Menschen gut getan, ein Stück weit, über sich selbst und die eigenen oft hausgemachten Nervigkeiten zu schmunzeln oder auch mal herzhaft über die eigene innere Dramaqueen zu lachen.
Nur weil etwas ernst stattfindet, ist es noch lange nicht automatisch seriös und wertvoll!
Und nur weil man viel gemeinsam lacht und Spaß miteinander hat, ist etwas noch lange nicht unseriös, oberflächlich oder qualitativ fragwürdig – im Gegenteil!
Für Humor braucht es Intelligenz. Und wer in der Lage ist, andere Menschen zum Lachen zu bringen, der lässt ihnen Heilung zuteil werden! Es ist inzwischen auch medizinisch erwiesen, dass Lachen nicht nur seelisch, sondern auch körperlich gesund ist, und sogar Heilungsprozesse beschleunigen kann.
Einer meiner Lieblingskabarettisten, Omar Sarsam, ist von Hauptberuf Kinder-Chirurg, und nebenberuflich bringt er tausende Menschen zum Lachen. Ich selbst habe seit jeher, die psychologische und systemische Beratung von Menschen ebenso wie die Erwachsenenbildung stets mit soviel Humor wie möglich garniert und serviert, weil ich davon überzeugt bin, dass ein lachender Mensch mehr Offenheit zulassen kann, und damit die Empfangsbereitschaft für eine nachhaltige Lösung erhöht. Was widerum der Entwicklungsförderung dienlich ist.
Nebenberuflich bin ich als Pop-Art-Malerin unterwegs, und bringe mit meinen Werken, darunter lustige Sprüchebilder, nahezu jeden Betrachter zum Schmunzeln oder Lachen. Nur die ganz grießgrämigen und verhermten Missgünstlinge und Neider schaffen es, sich dem Witz meiner Bilder zu entziehen. Sie haben mein Mitgefühl.
In den südlichen Ländern, ist das Lachen dem Herzen übrigens viel näher als in unseren Breiten, wo wir uns so viel auf unsere „Ernsthaftigkeit“ einzubilden scheinen. Vielleicht hat es etwas mit der Anzahl der Sonnenstunden zu tun, aber ich weigere mich das Wetter als Ausrede für die Nieselsüchtigkeit und Griesgrämigkeit unserer Mitmenschen gelten zu lassen. – Da mein Beruf häufig das Thema Werte-Hygiene am Plan hat, kann ich aus dieser Erfahrung heraus sagen, dass es viel mehr mit den Werten eines Menschen zu tun hat, ob er sich leicht und viel lachen lässt, oder ob er sich tendenziell lieber in der Raunzer-Zone aufhält und dem Opferstatus fröhnt, oder gar in seiner überheblichen Anmaßung dem Gott der Humorlosigkeit huldigt.
Mal abgesehen von der Tatsache, dass das Leben manchmal ernst genug um die Ecke biegt, weil beispielsweise ein Schicksalsschlag zu meistern ist, oder sich ein Todesfall ereignet, muss man ja nicht auch noch extra aus irgendwelchen arroganten Wertehaltungen und versteinerten und unreflektierten Dogmen heraus dafür sorgen, dass man selbst und die Umwelt noch weniger zu lachen hat.
Und sogar auf Beerdigungen hab ich Menschen die aufrichtig trauern auch lachen gesehen. – Und das ist durchaus o.k. so. Denn auch das hat nicht unbedingt etwas mit Respektlosigkeit zu tun. Oder auch Menschen wie meine Klienten, die mir von einem schweren Schicksalsschlag erzählen (darunter bedrohliche Diagnosen, oder existenzielle Bedrohungen und Verluste), können selbst in solchen Situationen oft noch ein Lachen hervorzaubern. Lachen ist Lebenslust und der Beweis ganz im Hier und Jetzt zu sein – und damit ein wichtiger Faktor für eine gelungene Lebensführung.
Und genau hier liegt der Zauber-Effekt im Lachen.
Menschen die dem Leben mit all seinen Niederlagen, Erschwernissen, Sorgen, Entbehrungen, Verlusten oder Schmerzen auch mit einem Lächeln begegnen, und ihren Sinn für Humor durch alle Krisen bewahren, kommen besser durchs Leben.
Und von dem heilsamen Effekt des herzhaften Lachens mal abgesehen, darf man auch nicht den Effekt der Freundlichkeit durch ein Lächeln unterschätzen! Eine Geste die jeder von uns unendlich oft an jedem Tag verschenken kann, ohne dabei jemals ärmer zu werden. Im Gegenteil! Man wird mit jeden Lächeln das man aussendet reicher, denn das Echo lässt meist nicht lange auf sich warten. Und dadurch kann wirklich jeder von uns die Welt zu einem schöneren Ort für sich und andere machen. Ganz einfach und gratis. Außerdem ist es ebenfalls erwiesen, dass wenn man sich ein Lächeln abringt, auch und besonders in Phasen wo es einem nicht wirklich gut geht, hebt das tatsächlich auch die eigene Stimmungslage, und man findet früher wieder in eine optimistischere und lebensbejahendere Haltung bzw. Sichtweise. Das widerum ermöglicht eine höhere Chance die jeweilige missliche Situation zu einem Besseren zu wenden, weil man offener für neue Möglichkeiten ist.
Und selbst in so traurigen Situationen wie dem Todesfall eines geliebten Menschen, sollte man nicht vergessen, dass man auch während des Trauerns, dennoch auch mal Lachen darf. – Ich erlebe in den Trauerbegleitungsprozessen meiner Klienten immer wieder, dass sie so Sachen sagen wie: „Und obwohl ich noch immer total traurig bin, und sie/ihn so sehr vermisse, habe ich mich gestern dabei ertappt, wie ich auf einmal loslachen musste. Kurz darauf gefolgt von einem total schlechten Gewissen, weil ich ja eigentlich schon traurig bin. Ich dachte mir: Wie kann ich einfach so lachen und etwas lustig finden, wo doch er/sie tot ist!?“
Wenn ich mit diesen Menschen dann in einer systemischen Aufstellung den Verstorbenen gegenüberstelle, und der/die Hinterbliebene sieht und fühlt, wie sich die im Jenseits über das Lachen von uns Lebenden im Diesseits freuen, dann wird schnell klar und fühlbar, dass Lachen und Weinen oft nah beisammen liegen, aber BEIDE ihre Wichtigkeit und Berechtigung haben. Der erlösende Satz: „Bitte segne mich, wenn ich auch während meiner Trauer um Dich herzhaft Lachen kann!“, bewirkt ergreifende Momente, die auch für alle anderen in so einer Gruppe von höchstem Wert und wunderbarer Befreiung getragen sind.
Wenn Du nicht angemessen oft pro Tag herzhaft lachen kannst, dann ist es höchste Zeit, Deine Lebensumstände zu überprüfen und genauer nachzuforschen, woran es wirklich liegt, dass so wenig Freude und Humor in Deinem Alltag vorhanden sind.
Ich stehe Dir gerne jederzeit im geschützten Rahmen des schweigepflichten Life-Coachings zur Vergügung, um Deine persönliche Lach-Bilanz auf ein gesundes Pensum zu steigern. Denn das Leben, DEIN LEBEN, ist hoffentlich zu kostbar, um es mit zuwenig Humor, Fröhlichkeit und Lachen zu verbringen.
Und hier noch 4 wertvolle Fragen zur aufrichtigen Selbstüberprüfung:
1. Schau Dich mal mit Deinem GRUNDGESICHTSAUSDRUCK in den Spiegel: Das ist jener Ausdruck, den Du hast, wenn Du gerade neutral dreinschaust.
Was sagt dieser scheinbar neutrale Gesichtsausdruck über die Lach-Bilanz in Deinem Alltag aus?
2. Wenn ein Fremder dieses Gesicht vor Augen hat, was würde er über Deine tägliche Lach-Frequenz annehmen?
3. Wenn etwas Deine Lach-Statistik einschränkt, was wäre das genau?
4. Und was müsstest DU in Deinem Leben ändern, um deutlich mehr Lachen in Deinen Alltag zu bringen???
Im übrigen: Unsere TeilnehmerInnen der jährlichen Selbstliebe-Gruppe haben immer eine Menge zu lachen!
Informiere dich doch mal unter: https://claudia-lang-akademie.at/selbstliebe-gruppe/ und wirf auch gerne einen Blick auf die fröhliche Truppe: https://youtu.be/_DAxMMWlXdI hier den videolink zu dem vom jahr 2024 und nicht vom 25er!
Wenn Du mehr wertvolle Inputs für Deine Weiterentwicklung haben möchtest, dann schau öfter mal rein unter www-claudia-lang-akademie.at und erfahre unter den Menüpunkten „Videos / Podcasts / Blog-Artikel“ mehr über interessante und wertvolle Themen des Lebens. Die aktuellen Outputs erfährst Du automatisch als Newsletter-AbonnentIn.
Hierfür kannst Du Dich ebenfalls auf www.claudia-lang-akademie.at anmelden.
Ich freu mich über Dein Interesse an meinen Beiträgen und damit über Dein Interesse an Dir selbst. Du kannst mithelfen das Nützliche zu Verbreitern, indem Du es auch mit anderen teilst.
Und wenn Du das Lachen zu Dir nach Hause holen möchtest, dann wirf einen Blick auf www.claudia-lang-galerie.at – vielleicht ist ja ein Originalbild, ein Kunstdruck, ein Kissen oder eine Tasse für dich dabei, dass Deine Mundwinkel bei jeder Betrachtung nach oben zeigen lässt…?!
Ein Teil des Erlöses geht an die Organisation der CliniClowns, die mit ihrer wichtigen Arbeit jenen Menschen ein Lachen bringen, die gerade im Krankenhaus wenig zu lachen haben. Auf diese Weise hilfst Du ganz automatisch nicht nur Deiner Lach-Bilanz, sondern auch der anderer!
In diesem Sinne wünsche ich Dir einen lachfreudigen Tag!
Immer gerne für Dich da,
Deine Claudia Lang