Newsletter – Artikel
Hetero vs. Homo!
Wir schreiben das Jahr 2026, und noch immer leben wir in einer Welt, in der die „Gesellschaft“ gespalten ist, wenn es um die Frage geht: Hetero oder Homo!?
Dabei drängt sich neben der Entrüstung über diese steinzeitliche Haltung auch die Frage auf:
Sind die Hetero´s wirklich so unsicher, ängstlich und überheblich, nur weil zwei Leute beschließen nicht die klassische Geschlechter-Beziehung zu führen?
Und: Was haben eigentlich gleichgeschlechtliche Paare den Heteros jemals angetan??? – Nichts. Sie leben in einer Welt, in der sie sich immernoch 100mal überlegen, ob sie sich „outen“ und zu ihrer Privatlebengestaltung offiziell stehen, oder lieber als U-Boot in Sachen Paarbeziehung leben.
Ich selbst bin eindeutig und unverrückbar hetero gepolt, egal wie sehr mir Männer manchmal ihr Schlechtestes beweisen. Aber ich habe sehr gute und unverzichtbare, und vor allem überaus wertvolle Freunde, die das gleichgeschlechtliche Beziehungsmodell für sich erwählt haben. – na und!? Wenn es sie glücklich macht! Freu ich mich doch für sie!
Und ich habe inzwischen eine ganze Menge gleichgeschlechtlicher Klienten/Innen, die sich, wenn überhaupt, dann im geschützten Rahmen des schweigepflichtigen 4-Augen-Settings öffnen, und maximal noch in ihrem nahen Umfeld. – Was sagt das über uns als Gesellschaft, und auch über den Einzelnen aus, wenn soviel Abwertung, Anmaßung, Einmischung und Angst vor dem Andersartigen in uns wohnt!?
Ein aktuelles Beispiel aus dem Alltag gegriffen, welches mir eine Klientin die selbst gleichgeschlechtlich lebt berichtet hat:
Der männliche Chef erzählt seinem männlichen Mitarbeiter in den selbstbeweihräuerndsten Farben, wie er einst eine lesbische Frau „umgedreht“ hat, weil er so dermaßen seinen Charm versprüht hat, und so ein unverzichtbarer Mann ist, dass Zitat: „…die Alte dann doch neugierig und weich geworden ist in meinen Händen!“. Begleitet wird diese offenbar wichtige Mitteilung von einem selbstherrlichen Macho-Lächeln in die Runde. Manch einer denkt sich seinen Teil über den Chef und schweigt, andere lachen lauthals mit, und die bisang ungeoutete lesbische Kollegin steht daneben, und wird sich in dieser Firma weitere 15 Jahre nicht mehr outen wollen. Denn die Vertrauensgrundlage und der geistige Reifegrad dieses Chefs sind am Nullpunkt gelagert.
Mal abgesehen davon, dass man sich fragen muss, was eine solche Geschichte überhaupt am Arbeitsplatz verloren hat, wäre auch interessant zu erfahren, was den Chef motiviert derartiges zum Besten zu geben!? – Unpassend ist das in jedem Fall, aber auch von der Führungsqualität unterste Schublade.
Aber es gibt bekanntlich ganze Institutionen, die sich an den Gleichgeschlechtlich lebenden immernoch stoßen, und abwertende Dogmen als Argument dafür benutzen, diese Leute zu diskriminieren und sogar auszustoßen. Die Kirche – selber am schwulsten – weil sie die Sexualität wegsperrt und degradiert, rümpft seit jeher die Nase über derlei Paarkonstellationen. Wo doch die Herrlichkeit Gottes in absoluter und reiner Liebe begründet ist, maßt man sich klerikal eine Aburteilung an, die keineswegs im Sinne Gottes sein kann. Hier schaffen fast alle Religionen einen Graben zwischen dem „WIR – die NORMALEN“ und dem „IHR – die ANDERSARTIGEN“.
Dabei hätte Religion die Aufgabe zu einen, und nicht zu trennen!
Wahre Spiritualität lehrt und vermittelt ALL-EINIGKEIT.
Und daran kann man klar erkennen, wie weit jede Art von Kirche und Religion von echter Spiritualität entfernt ist.
Systemisch betrachtet ist es für gleichgeschlechtliche Paare wichtig ein paar Dinge zu achten und zu be-achten, damit die Lebensgestaltung für alle gut gedeihen kann.
Denn ja, aus zwei Männern kommt kein Baby, und aus zwei Frauen auch nicht. – Das ist nunmal ein biologischer Fakt.
Bei der Frage der Elternschaft reicht es nicht, das Paar an sich im Blick zu haben, sondern hier geht es dann auch um eine dritte Person, nämlich das Kind, welches auf verschiedene Weise zu diesem Paar kommen kann, aber in jedem Fall das seelische Recht hat, und für das auch die psychische Notwendigkeit besteht, zu wissen aus wem man genetisch kommt und von wem man abstammt!
Für die gesunde seelische Entwicklung eines Menschen ist es wichtig, seine leiblichen und genetischen Elternteile zu kennen. Und an dieser Stelle daher der Appell an alle gleichgeschlechtlichen Paare, nicht aus dem Egoismus heraus ein Kind „basteln zu lassen“, sondern sich darauf zu besinnen, dass sie selbst ja auch ihre leiblichen Eltern kannten, und ganz gleich wie gut oder weniger gut die gewesen sein mögen, zu wissen von wem man abstammt, und wer einem das Leben tatsächlich geschenkt hat, ist nunmal für die eigene Identitätsbildung von entscheidender Bedeutung. Denn ohne dem gegengeschlechtlichen Elternteil hätte das gleichgeschlechtliche Paar kein Kind!
Ich sehe das jedesmal an Klienten, die aus welchen Gründen immer, ihre leiblichen Elternteile oder auch Großelternteile nicht kennen. Das schafft im Familiensystem immer Unruhe und bei den betroffenen Klienten Probleme, die man nicht haben muss.
Daher lautet die Empfehlung eindeutig: Adoption statt Leihmutter Samen- oder Eizellenspender!
Und auch hierbei sollte dem Kind die Möglichkeit gegeben werden, die leiblichen Eltern kennenlernen zu dürfen, wenn dies möglich ist.
Und ja, jeder schwule oder lesbische Mensch hat seine Hintergrundgeschichte:
In einem meiner Aufstellungswochenenden (wo unter anderem Familienaufstellungen durchgeführt werden), war mal eine gleichgeschlechtlich lebende Frau anwesend, die für ihr Anliegen mittels Blick in das systemische Feld für sich gearbeitet hat. Als das Wochenende vorbei war, und wir mitten in der Abschlussrunde waren, sagte sie plötzlich:
„Mir hat nicht nur meine eigene Aufstellung viel Klarheit und Befreiung gebracht, sondern auch die Aufstellungen der anderen waren überaus heilsam für mich. Und seit gestern ist in mir so ein Gedanke der dauernd anklopft… nämlich, dann muss ich ja vielleicht gar nicht mehr lesbisch sein!?“
Man muss jetzt kein langjährig erfahrener Aufstellungsleiter sein, um schon allein bei der Formulierung dieser Frage zu erkennen, dass sie nicht von Haus aus und von Geburt an gleichgeschlechtlich gepolt war. Sie erzählte dann noch in ihrer darauffolgenden Sitzung, dass ihr noch Tage nach diesem Wochenende immer wieder die Gründe bewusst wurden, warum sie sich damals so entschieden hatte: Sie war vor dem Männlichen geflüchtet, weil sie als 14-jährige in einem Freibad von einem Bademeister sexuell missbraucht wurde.
Ich erinnere mich auch noch gut an einen Mann der zu mir kam, und erzählte, dass sein Vater früh verstorben sei, und ihn seine Mutter ab diesem Zeitpunkt auf ein Podest gestellt hatte, quasi als den „Ersatzmann“ gesehen hat. Der Vater obendrein, verlangte am Sterbebett seinem damals 8-jährigen Sohn das Versprechen ab, gut für die Mama zu sorgen! Mit den Worten: „Du bist jetzt der Mann im Haus.“
Was zwar gut gemeint war, war eben gar nicht gut für den Sohn. Denn wer so gut und fix an Mamas Seite als Mann geparkt ist, der würde mit einer eigenen Frau in gewisser Weise fremdgehen, und die arme Mama „betrügen“. Also ist die nächstliegende Option im heranwachsenden Jungen, Mama die Treue zu halten, Papas Wunsch nachzukommen, und dann bleibt eigentlich nur noch, das gleichgeschlechtliche Ufer als Ausweg. Dieser Klient kam ursprünglich, weil er seit vielen Jahren damit kämpfte, dass er schwul ist. Als wir ihn systemische aus den toxischen Versprechen die er seinen Eltern als Kind gab erlösten, war von Gleichgeschlechtlicher Orientierung keine Spur mehr.
Es gibt aber auch Menschen, die von Kindheit an so getaktet sind, und manchmal stehen dahinter karmische Ursachen, und manchmal auch einfach nur die Neigung in diese Richtung. Es muss also nicht immer einen Grund haben, wie beispielsweise die penetrante und überbordende Sexualität eines Vaters vor der das Kind dann später im Erwachsenwerden flüchtet, oder auch eine gewaltvolle Paarbeziehung der Eltern, wo sich die Tochter dann vornimmt, dass sie spätermal sicherlich keinen Mann an sich ran lässt, weil sie mitansehen musste, wie der Vater die Mutter schlug. Manchmal ist es einfach nur die Liebe, die dort erblüht, wo sie hinfällt.
Es ist auch durchaus unangebracht, wenn sich zwei Menschen in aller Öffentlichkeit auf Porno-Style die Zunge in den Mund stecken, und obendrein auch noch befummeln, als ob sie kein Obdach hätten. Dabei ist es aber egal ob das Heteros oder Homos machen, denn Sexualität sollte dringend wieder mehr mit Intimität zu tun haben, und Intimität gehört nunmal nicht in die Öffentlichkeit. Mag ja sein, dass manche den Drang verspüren, ihre hormonelle Ausgestaltung anderen aufs Auge zu drücken, aber es bleibt eine visuelle Vergewaltigung, und damit unangemessen und ziemlich primitiv, denn die Freiwilligkeit wird hier missachtet.
Solange sich also die Gleichgeschlechtliche Fraktion nicht diesem aufdringlichen Exibitionismus mancher Heteros bedienen, der ist nämlich bei allen „too much“, soll doch bitte schön jeder in seinem Bett und seinen Vier-Wänden machen und lieben was er will, solange er niemandem weh tut, oder zu etwas zwingt was dieser nicht will!
Und es ist ja nicht so, dass wir unter den Heteros nicht mehr als zuviel Vergewaltiger, Kinderschänder und Frauenmörder unter uns hätten…! Also mit welchem Grund maßen wir uns Urteile über Andersartigkeit an?! Wo doch unter uns Heteros eine erschreckende Anzahl an Perversen, Pädophilen oder Vergewaltigern leben…!
Mir ist da jeder schwule Mann der Frauen auf ein unerreichbares Podest stellt bei weitem lieber, als so ein Super-Hetero-Mann, der dann Frau und Kinder schlägt, oder jungen Frauen K.O.-Tropfen in der Discothek verabreicht, um sie hinterher zu schänden und zu missbrauchen.
Mit welcher Berechtigung tragen also manche Hetero-Menschen den Kopf so weit oben, als wären sie menschlich gesehen etwas Besseres!? Nur weil sie nach Mainstream lieben oder vögeln!?
Ja, aus 2 Männern oder 2 Frauen entstehen laut Mutter Natur nunmal keine Kinder. – Das ist ein Fakt. Aber was bitteschön, ist so schlimm daran, wenn ein Waisenkind zwei liebende Elternteile erhält, die ihm Obdach, Essen, Kleidung, Bildung und vor allem Liebe und Geborgenheit geben, wenn diese ihrem Adoptivkind erklären, was es mit Blumen und Bienen, bzw Frauen und Männern auf sich hat!? Eines allerdings sollte bei den gleichgeschlechtlichen Adoptiv-Eltern immer klar sein, dass auch sie keinerlei Abwertung an das Kind über Heteros transportieren! Denn auch die Gleichgeschlechtlichen sind nicht besser als die Heteros.
Ich arbeite auch als Supervisorin für pädagogische Einrichtungen. Darunter auch Vereine, die sich auf das Schicksal von Kindern spezialisiert haben, wo beispielsweise der Vater den Kopf seines dreijährigen Kindes in einen Schraubstock zwängt und solange zudreht, bis dem Kind Blut aus den Augen fließt und der Schädelknochen bricht. Schicksale, wo Kinder von ihren Eltern in Käfigen gehalten werden, und Hungern müssen. Wo Kinder von den eigenen Eltern mit 9 Jahren der Prostitution preisgegeben werden!
Jedes schwule oder lesbische Paar, das „normal“ und nicht so derartig emotional derangiert ist, ist für ein Kind das soetwas Schlimmes von seinen leiblichen Eltern zugefügt bekommen hat, besser, als die sogenannten „normalen Hetero-Eltern“.
Wir müssen dringend lernen reflektiert hinzuschauen, und statt zu beurteilen eher wahrnehmen, und nicht in diesen verstaubten geistigen Klischee-Kisten dahinvegetieren.
Es kann doch nicht sein, dass sich Menschen in unserem Zeitalter noch immer dafür entschuldigen oder verstecken müssen, weil sie einen anderen Menschen lieben, und dieser zufällig das gleiche Geschlecht hat! – Ich hoffe wirklich für uns alle, dass selbst die größten Ignoranten und die ärgsten Hinterweltler endlich von ihrem Dogmen-Baum herunter steigen, und endlich ihr Herz und ihr Hirn wiederfinden.
Denn hinter jeder dieser feindseeligen Be- und Abwertungen steht nichts anderes als die Angst vor der Andersartigkeit. Und wenn wir nicht an verblödeten und versteinerten Anschauungen festhalten, nur um des Festhaltens willen, dann können wir erkennen, dass gleichgeschlechtlich lebende Menschen keinerlei Bedrohung sind. Aber in jedem Fall ein guter Spiegel für festgefahrene Ansichten, die dringend entstaubt gehören!
Wenn Du ein gleichgeschlechtlich oder anderweitig gepolter und von Abwertung und gesellschaftlicher Arroganz betroffener Mensch bist, melde Dich gerne mit Deinem Anliegen oder Leidensdruck unter claudia@cla.wien oder unter 0664 76 13 911, und wir erarbeiten den für Dich besten Umgang und Weg damit.
Und wenn Du ein Mensch bist, der ein problematisches Grundsatz-Thema mit gleichgeschlechtlich lebenden Menschen hat, dann kannst auch Du Dich gerne melden, und wir erarbeiten eine perspektivische Erweiterung Deiner Sichtweise.
Denn eines ist am Ende unumgänglich: Zum kollektiven Frieden gehört Akzeptanz und gegenseitige Achtung, ebenso wie die Vielfalt der Unterschiedlichkeit.
In Zeiten von Kriegen und Misswirtschaft, Energie-Krisen und Klima-Katastrophen, sollten wir uns um ganz andere Dinge Sorgen machen. Aber sicherlich nicht wer wen liebt!

Liebt wen ihr wollt – denn wer liebt, der erhellt die Welt!
Immer gerne für Dich da,
weil Du wichtig bist!
Deine Claudia Lang
PS: Du kannst einen wertvollen gesellschaftlichen Beitrag leisten, indem Du diesen Artikel postest oder anderweitig teilst und weiterempfiehlst.
Generell sind die Gratis Artikel und Podcasts sowie Videos der Claudia-Lang-Akademie eine regelmäßige wertvolle Impulsgebung, und allesamt stehen im Dienst am Wohle der Menschen. Denn wenn wir das Gute nicht verbreitern, gewinnt automatisch der Schatten.
Mehr zu finden auf: www.claudia-lang-akademie.at
Und wenn Du Dir oder anderen eine kunstvolle wie humorige Freude bereiten möchtest, dann schau doch rein auf: www.claudia-lang-galerie.at
Hier findest Du geniale Geschenke und Pop-Art für den guten Zweck. Ein Teil des Erlöses ergeht an die Organisation der CliniClowns, und schenkt kranken Kindern ein Lächeln in ihre dunkelste Stunde! – Danke auch hier fürs Weitersagen.